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SSE-Anwenderbericht Publisher Nr. 6 / 2002 |
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| Download als PDF-File (1MB) Mediendatenbank: Cumulus in der Praxis Kumulierter Nutzen Digital Asset Management (DAM) macht umfangreiche Sammlungen von Bild- und Mediendateien überschaubar und erlaubt eine optimale Nutzung dieser wertvollen Daten. Unser Artikel zeigt zwei Beispiele für den Einsatz von DAM auf der Basis von Cumulus. MARKUS ZITT Wo immer digitale Bilder und Mediendateien von mehreren Benutzern hergestellt, aufbereitet und gesammelt werden, ist ein leistungsfähiges System zur Verwaltung solcher pauschal als digitale Assets (Vermögenswerte) bezeichneten Dateien unverzichtbar. Mit Hilfe einer DAM-Lösung bleibt die Übersicht selbst bei sehr vielen und unterschiedlichsten Daten bzw. Assets erhalten. Schnell lassen sich im Bedarfsfall bestimmte Assets anhand verschiedenster Kriterien finden und für eine weitere Nutzung bereitstellen. Digitales Asset Management (DAM) ist denn auch mehr als eine blosse Mediendatenbank, in welcher Assets mit hinzugefügten Schlagwörtern verzeichnet sind. Cumulus & Co. dienn ebenso als Steuerzentrale für das Handling der Originaldateien. So lassen sich diese bereits beim Katalogisieren an einen zentralen Speicherort kopieren, bei Bedarf aus einem Cumulus-Katalog heraus in einem Bearbeitungsprogramm öffnen, auf Wechselspeicher übertragen oder per E-Mail versenden. Musterlösungen mit Cumulus Wie so ein durch Digital Asset Management optimierter Arbeitsfluss funktioniert, haben wir nicht anhand eines fiktiven Szenarios zu illustrieren versucht, sondern anhand einiger Lösungen gezeigt, die durch die Firma SSE AG in Mettau (www.sse.ch) mit Cumulus realisiert wurden. Die SSE AG verkauft nicht bloss die Softwarepakete, sondern bietet ihren Kunden massgeschneiderte Lösungen aus Hard- und Software samt allen nötigen Dienstleistungen. Diese können das Aufsetzen und das Hosting einer Cumulus-Datenbank auf dem SSEWebserver sein oder die komplette Installation eines DAM-Systems beim Kunden umfassen. Letzteres beinhaltet die Ausstattung mit einer geeigneten Computerinfrastruktur (u.a. Server-Hardware), das Einrichten eines Cumulus-Datenbank- Systems, bestehend aus der Cumulus-Workgroup-Server-Software samt Clients sowie das Aufsetzen der eigentlichen Cumulus-Datenbanken (Maskengestaltung, Felderdefinitionen, Katalogisierungseinstellungen und -optionen etc.) und reicht über die Mitarbeiterschulung bis hin zum Support. Von Motoren ... Zu den SSE-Kunden gehört der Prepress- Betrieb nievergelt.pps ag, Zürich (www.nievergeltpps.ch), der wiederum seinen Kunden Dienstleistungen über den klassischen Druckvorstufenbereich hinaus anbietet. So übernimmt die nievergelt.pps ag auf Wunsch zusätzlich den Webauftritt und eben auch das digitale Asset Management für ihre Kunden. Für Nissan (Schweiz) werden z.B. Anzeigen gestaltet und für den Download ins Netz gestellt. Die verfügbaren Anzeigen bewerben die einzelnen Nissan-Modelle und unterscheiden sich je nach Region durch unterschiedliche Händlerverzeichnisse. Auf diese Weise können Autohändler auf der Nievergelt-Webseite per Webbrowser unter den verschiedenen Nissan-Anzeigen die gewünschten Sujets für eine Inseratkampagne in Lokalzeitschriften auswählen und bestellen
... bis hin zur Mode Ein anderes mustergültiges Beispiel für einen grösseren Workflow per Digital Asset Management (siehe grosse Illustration) haben die SSE AG und die nievergelt.pps ag für das Modehaus Charles Vögele Mode AG entwickelt, das in der Schweiz und in einem halben Dutzend europäischer Länder tätig ist. Daraus ergab sich die Aufgabenstellung,dass dezentral produzierte Assets (Bilder, Layoutdaten und PDF-Dateien) vor Ort erfasst, zentral (auf dem Server der nievergelt.pps ag) gelagert und für die weitere Verwendung von überall her abgerufen werden können. Modellhafter Workflow In der Praxis sieht die Arbeit mit der Vögele-Modedatenbank wie folgt aus (siehe Illustration oben). Mode- und Produktfotos werden an verschiedenen Orten für eine Publikation digitalisiert. Damit Verwechslungen ausgeschlossen sind und die Dateien sowohl plattform- als auch medienunabhängig verwendet werden können, erfolgt die Namensvergabe für Bild- und Layoutdaten zentral übers Web. Anhand eines vorgegebenen Schlüssels werden aus Erscheinungsdatum, der Art der geplanten Publikation, Bildplatzierung und einer Seriennummer die Dateinamen vergeben. Konkret müssen auf einer passwortgeschützten Seite die vorhin erwähnten Parameter (von Fotos und später auch von XPress-Dateien) eingegeben werden, worauf die zugewiesenen Dateinamen zurückgemeldet werden. Anschliessend werden die nach Vorgabe benannten Modeblätter (dies sind Werbeflyer im Stile eines Versandkataloges), Anzeigen und POS-Materialien gestaltet. Die Assets werden dann abschliessend per Cumulus Client katalogisiert, d.h. der Vögele-Modedatenbank hinzugefügt und dabei die Originaldaten auf dem Cumulus-Workgroup-Server abgelegt. Hardwaremässig kommt ein Sun Server unter Solaris zum Einsatz, auf welchem die Cumulus-Server-Software läuft, die wiederum die Kataloge und Originaldaten auf einem 640-GB-Festplatten- RAID verwaltet. Für Ordnung sorgt schon während der Katalogisierung die automatische Zuteilung von Assets zu Kategorien anhand vorgegebener Ordnerbezeichnungen. Besonders wichtig für das Modehaus ist ausserdem, dass in die Datenbank bzw. den Cumulus-Katalog die Artikelnummern der abgebildeten Kleidungsstücke eingegeben werden. Nach Abschluss des Katalogisierens
Schematische Darstellung des Workflows der Vögele-Modedatenbank (von links): An verschiedenen Orten werden Modefotos digitalisiert. Die Dateinamen werden übers Web in der Zentrale abgefragt, dann werden die Fotos (und Layoutdateien) katalogisiert und dabei an einen Cumulus-Server (hier unter UNIX betrieben) übertragen. Die Kataloge können über einen (separaten) Webserver unter Mac OS X im Internet publiziert und dort im Rahmen einer Webrecherche anhand mehrerer Kriterien durchsucht werden. Per Warenkorb lassen sich die gewünschten Fotos, XPress-Dateien und PDFs zusammenstellen und direkt herunterladen oder als ISDN-Direktversand anfordern. Automatisch wird ein Auftragsprotokoll erstellt und per Fax versandt. |
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